Coronäischer Advent

Wie lieblich wären auf dem Westenhellweg die Füße der Freudenboten, 
die da Frieden verkündigen, Gutes predigen, Heil verkündigen. 

Diese Adventszeit fordert uns ganz anders,
Es ist ein ganz ganz anderer Advent.

Die Zeitung ist voll von Berichten 
über die Innovationskraft der Kirchen,
die lassen sich was einfallen:
Online-Gottesdienste
und einen Adventskalender zum Anklicken gibt es auch.

Was lange ein Scherz war, ist heute Wirklichkeit:
Du brauchst eine Eintrittskarte für den Gottesdienst,
melde Dich schnell an, sonst ist es zu spät!
Ja, es gibt ein zu spät,

Und der Türsteher, der früher
für ein freundliches „Guten Morgen“
und „Herzlich Willkommen“ zuständig war,
kontrolliert nun maskiert Deine Zugangsberechtigung –
wie Petrus an der Himmelstür

Grad wie beim jüngsten Gericht:
So gehen ein, 
die einen zur Seligkeit und den anderen
bleibt nur draußen das Heulen und Zähneklappern.

Habt ihr genug Öl für Eure Lampen,
Hefe und Toilettenpapier,
wenn der Bräutigam kommt?

Mir ist,
als würden die biblischen Gleichnisse und Erzählungen sich bewahrheiten,
sich auf ungewohnte Weise in unsere Gewohnheiten drängen,
zur Wirklichkeit und zur Erfahrung werden.

Rufer in Wüste sind daher gefragt wie nie:
Tröstet mein Volk,
Bereitet den Weg,
Kehrt um, verhaltet Euch anders,
Denkt nicht, es wird schon gut gehen,
Nehmt doch Vernunft an
Und wendet Euch Gott zu 
Sucht Gott 
Und der Stadt Bestes…

Tragt in die Welt nun ein Licht…

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